Hund wird von seinem Herrchen getragen.

Die drei Säulen für den Zeckenschutz beim Hund

Sie sind klein, extrem widerstandsfähig und gefährlich: Zecken. Ein beliebtes Ziel ihrer Angriffe sind Hunde. Sie tragen ein viel größeres Zeckenstichrisiko als Menschen. Das wissen viele Halter aus leidvoller Erfahrung. Schließlich gibt es nichts Schöneres für ihren treuen Begleiter als durch Büsche und Unterholz zu streifen und über Wiesen und Felder zu tollen. Und genau da lauern sie nun einmal – die kleinen Blutsauger. Sie können gefährliche Krankheiten wie die Borreliose übertragen. Deshalb gilt es, Hunde ausreichend vor Zecken zu schützen.

Laut Leitlinien des Bundesverbands für Tiermedizin gibt es drei wesentliche Maßnahmen zum Zeckenschutz beim Hund. Die erste Säule ist die Borreliose-Impfung. Denn: Anders als der Mensch, können Hunde gegen Borreliose geimpft werden. Der geimpfte Hund bildet Abwehrstoffe – so genannte Antikörper – gegen die Borrelien. Wenn eine infizierte Zecke den Hund sticht, wandern während des Saugens die Antikörper des Hundes in die Zecke. Die Antikörper machen die Borrelien unschädlich, so dass diese im Wesentlichen erst gar nicht in den Körper des Hundes gelangen. Bei der Impfung sollte darauf geachtet werden, dass sie ein möglichst breites Erregerspektrum abdeckt, um den Hund gut vor Borreliose zu schützen.

Die zweite Säule ist ein wirksames Präparat gegen Parasiten. Dieses gibt es als Halsband, als Spot-On zum Aufträufeln auf den Nacken, als Kauwürfel oder als Spray. Die Wirkweise der Produkte unterscheidet sich größtenteils. Zum sicheren Schutz vor Zecken sollte unbedingt die angegebene Wirkdauer des jeweiligen Mittels beachtet werden, da es auch hier große Unterschiede gibt. Unregelmäßig angewendet besteht kein verlässlicher Schutz.

Als dritte Maßnahme gegen Zecken gilt es, Hunde nach dem Spaziergang gründlich abzusuchen. Mit einem feinen Kamm kann der Hundehalter das Fell durchkämmen und stößt so auf Zecken, die noch auf der Suche nach einer passenden Stichstelle sind. Festgesogene Zecken können gleich entfernt werden und bekommen nicht die Möglichkeit, ihre Erreger abzugeben. Dazu müssen Zecken in vielen Fällen mehrere Stunden Blut saugen. Wichtig ist, dass der Hundehalter beim Entfernen die Zecke nicht quetscht. Mit einer Zeckenzange kann man das Spinnentier mit hebelnden Bewegungen herausdrehen. Wer alle Maßnahmen zugleich beachtet, sorgt für den besten Schutz seines Lieblings vor Zeckenkrankheiten.