Eine Mücke (aedes albopictus) sticht zu.

Feuchtwarmes Wetter: Forscher warnen vor Mücken- und Zeckenplage

Das derzeitige feuchtwarme Wetter ist wie gemacht für Zecken und Stechmücken. Forscher befürchten deshalb eine intensive Zecken- und Stechmückensaison 2016. Mit Blick auf Stechmücken weist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einer Meldung darauf hin, dass zurzeit ideale Brutbedingungen für neue Mückengenerationen herrschen.

Die Wissenschaftler besorgt vor allem, dass in Deutschland immer häufiger Stechmücken-Arten wie die Asiatische Tigermücke gesichtet werden, die normalerweise nur in südlicheren Breiten vorkommen – eine Folge der höheren Durchschnittstemperaturen der vergangenen Jahre und des hohen Reiseverkehrs. Diese Stechmücken können verschiedene Krankheiten übertragen – so etwa das Dengue-Fieber beim Menschen und Herzwürmer bei Hund und Katze.

Auch bei den Zecken erwarten Forscher wie der Zeckenexperte Professor Martin Pfeffer von der Universität Leipzig in diesem Jahr eine höhere Populationsdichte, da der zurückliegende Winter mit vergleichsweise milden Temperaturen die Voraussetzung dafür geschaffen habe, dass viele dieser Spinnentiere überlebt haben. Und die sind, wenn es warm und feucht ist, besonders aktiv. Eine Gefahr für Haustier und Halter.

Neben dem Selbstschutz bedeutet das für Tierhalter: höchste Zeit, die Vierbeiner gegen Parasiten zu schützen! Dazu gibt es für Hunde und Katzen verschiedene tiermedizinische Präparate, die Zecken und Stechmücken fernhalten (so genannte Repellents) bzw. abtöten. Repellents gibt es z. B. als Lösung zum Auftragen (Spot-ons) oder als Halsbänder. Abtötende Präparate gegen Zecken gibt es für Hunde und Katzen ebenfalls als Spot-on bzw. als Halsbänder sowie Sprays. Für Hunde stehen auch Präparate zur Verfügung, die oral eingegeben werden.